| STACHELHÄUTER

Der Stamm der Stachelhäuter besteht aus 5 Klassen –
Seesterne, Schlangensterne, Seeigel, Seewalzen und Haarsterne. Der
Name Stachelhäuter bezieht sich auf die meist mit spitzen kalkigen
Strukturen versehenen Kalkplättchen, die das Außenskelett
dieser Tiere bilden. Viele Stachelhäuter sind Gastgeber teils
parasitischer, teils symbiotischer Lebewesen wie Krabben, Schnecken,
Würmern und Fischen. Allen Stachelhäutern gemein ist ein
bemerkenswert konstruiertes Wassergefäßsystem, das der
Fortbewegung dient. Durch eine Siebplatte an der Körperoberfläche
wird Meerwasser aufgenommen und durch eine Reihe von Kanälen
in die Füßchen transportiert.
SEESTERNE

Obwohl die Bewegungen aller Seesterne sehr langsam sind, ernähren
sich die meisten räuberisch, das heißt ihre Nahrung besteht
aus anderen Lebewesen wie Schwämmen, Moostierchen, Seescheiden
und Weichtieren. Seesterne sind für ihr großes Regenerationsvermögen
bekannt. Aus einem relativ kleinen Stück kann wieder ein ganzes
Tier heranwachsen.
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DORNENKRONE
(Acanthaster planci)
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BLAUER
SEESTERN (Linckia laevigata)
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GROSSPLATTENSEESTERN
(Choriaster granulatus)
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HAARSTERNE

Haarsterne gehören zu den auffälligsten Riffbewohnern.
Sie bevorzugen strömungsreiche Stellen, da ihre Nahrung aus
Plankton besteht. Haarsterne haben an der Unterseite besondere Extremitäten,
sogenannte Cirren, um sich festzuhalten. Haarsterne sind in der
Lage, auf ihren Cirren zu kriechen oder mit ihren federartigen Armen
zu schwimmen. Haarsterne sind überwiegend nachtaktiv. Ihre
teils leuchtenden Farben dienen als Warnfärbung für potentielle
Räuber, da sie Giftstoffe in ihrer Haut haben, die sie ungenießbar
machen.
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HAARSTERN
(Oxycomanthus benetti)
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SEEIGEL

Seeigel sind generell nachtaktiv. Den Tag verbringen sie in Höhlungen
oder an Steine geschmiegt. Lediglich Diadem-Seeigel sind bisweilen
in Gruppen ohne schützende Deckung anzutreffen. Trotz ihrer
spitzen Stacheln sind Seeigel beliebte Beute von Drücker- und
Kofferfischen. Viele Arten beweiden Algen, andere ernähren
sich von Aufwuchsorganismen von Schwämmen, Moostierchen und
Seescheiden. Trotz ihres schlechten Rufes ob ihrer teils giftigen
Stacheln sind Seeigel faszinierende Lebewesen, die unsere Aufmerksamkeit
verdient haben.
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DIADEM-SEEIGEL
(Echinothrix diadema)
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GLOBUS-SEEIGEL
(Mespilia globulus)
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SEEWALZEN

Auf den ersten Blick scheinen Seewalzen recht wenig mit Seesternen
und Seeigeln gemeinsam zu haben. Das mehr oder weniger flexible
Kalkskelett der Stachelhäuter ist bei den Seewalzen zu mikroskopisch
kleinen Skelettelementen reduziert, die lose in der zähen,
ledrigen Haut eingebettet sind. Ihre Körper sind langgestreckt
mit einem Vorder- und Hinterteil. Diese Körperform ist eine
Anpassung an die besondere Lebensweise. Die meisten Seewalzen leben
auf Sandböden, wo sie wie lebende Förderbänder große
Mengen Sand in sich hineinschlingen. Beim Durchlaufen des Darmtraktes
werden organische Anteile im Sand verwertet.
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